Mobitour zum Burschentag 2012

Mobitour zum Burschentag 2012

antifa

Der Countdown läuft: Den Burschentag in Eisenach zum Desaster machen! Zweite Phase.

In der Deutschen Burschenschaft treffen sich bekennende Nazis, Neurechte, konservative CDUler bis hin zu rechten Sozialdemokraten – und verstehen sich dabei prächtig. Und wenn man sie lässt, verabschieden sie dabei eben mal einen „Arierparagraphen“. Sie sind aber nicht nur deutschnational, sie geben sich auch als Elite: Mit dem Lebensbundprinzip hieven sie sich gegenseitig in gesellschaftlich entscheidende Positionen – Frauen ausgeschlossen. Wie sollte es auch anders sein? In der „Männerwelt“ der DB bleiben die Burschen ganz unter sich, so kann ihnen auch niemand in ihr sexistisches und homophobes Weltbild reinreden.

Und einmal im Jahr reisen sie dann nach Eisenach um sich an dem Ort deutsch-burschenschaftlicher Mythenbildung zu versammeln: der Wartburg mit dem Wartburgfest von 1817 – Bücherverbrennung und antisemitische Hetzreden inklusive.

Jedes Jahr am Wochenende nach Pfingsten, und nicht nur dann, schwelgen die Burschen wieder in Deutschtümelei. Zelebriert wird der Männerbund mit jeder Menge Bier, Fackelmarsch, allen drei Strophen des Deutschlandliedes und revisionistischen Reden. Traditionen und Inhalte, die nicht nur eklig sind, sondern auch gefährlich!

Kaum jemand in Deutschland oder Eisenach stört sich am Burschentag. Wir schon! Für Eisenach stellt er eine nicht zu verachtende ökonomische Ressource dar. Dann ist es auch egal, dass sich die selbsternannte akademische Elite der völkischen Nationalisten einfindet. Deutschland verklärt die Wartburg zu seiner historischen Wiege und mit ihr die Burschenschafter zu folkloristischen Traditionsträgern der Nation. Dass Burschen mit ihren Ideologien auch in anderen deutschen Städten so oder so ähnlich Feierlichkeiten abhalten können, ist Ausdruck deutscher Normalität. Die Stadt Eisenach unterstützt für vier Tage ein Paradies für Deutschnationale und Sexisten.

Infos: http://gegenburschentage.blogsport.de/

antifa

Freiraumdemo in Reutlingen

Demo am 26.05.2012 um 15 Uhr am HBF in Reutlingen!

Liebe Freundinnen und Freunde, Unterstützerinnen und Unterstützer, autonome Zentren, Wohnprojekte, alternative und selbstverwaltete Gruppen
Selbstverwaltung in Gefahr!!!

Die Reutlinger Stadtverwaltung versucht das selbstverwaltete Jugend- & Kulturzentrum „Kulturschock Zelle“ mithilfe einer Gastättenkonzesion zu zerstören.

Wir leisten Widerstand und rufen zur Solidarität auf!!!

Die Zelle ist ein seit 1968 selbstverwaltetes Jugend- & Kulturzentrum, dass von Anfang an nicht bereit war sich der Reutlinger Spießbürgerlichkeit anzupassen. Daher standen Teile der Stadtverwaltung der Zelle schon immer ablehnend gegenüber und versuchten mehrfach das autonome Zentrum unter Kontrolle zu bringen oder gar zu schließen. Doch der Stadtverwaltung gelang dies nie und es wird ihr auch dieses Mal nicht gelingen!!!

Die Zelle war schon immer unbequem und die „Zellis“ pflegten stets ihre Meinung kund zu tun. Dadurch entwickelte sich die Zelle zu einem Zentrum politischer Diskussion und Aktivität in Reutlingen, aus dessen Dunstkreis heraus viele Projekte, Vereine und selbstverwaltete Unternehmen entstanden, die bis heute das Reutlinger Stadtbild mitprägen.

Über die Jahre hinweg wurde die Zelle immer weiter aus dem Stadtzentrum gedrängt und in unattraktivere Gebiete verbannt. Unsere jetzige Residenz befindet sich ganz am Rande der Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Bordell und anderen zwielichtigen Etablissements. Dies ist definitiv nicht die richtige Nachbarschaft für ein Zentrum, in dem junge Menschen sich selbstverwaltet und frei ausleben wollen.

Im Sommer letzten Jahres versuchte das Ordnungsamt Reutlingen uns mittels einer Verfügung dazu zu zwingen, eine Gaststättenkonzession zu beantragen. Begründet wurde dies unter anderem mit der Unterstellung, dass die Zelle den Jugendschutz nicht einhalten und über die Selbstkosten hinaus Gewinne erwirtschaften würde.

Wir wehren uns vehement gegen die Unterstellung wir würden versuchen, Gewinne zu erzielen. Alle Mitwirkende arbeiten ehrenamtlich für die Zelle. Wir machen Zelle nicht um Geld zu verdienen, sondern um Erfahrungen zu sammeln, uns zu entfalten und Spaß zu haben. Außerdem wollen wie einen Raum erhalten und gestalten, in dem eine selbstverwaltete, basisdemokratische Alternative zur bestehenden Gesellschaftsordnung gelebt werden kann

Wir lassen uns nicht zu einer Gaststätte machen. Wir wollen auch nicht mit Gaststätten verglichen werden, da wir ein grundlegend anderes Konzept verfolgen. Wir sind einen Treffpunkt für Jugendliche und alternative Gruppen, wir veranstalten Konzerte, Vorträge, Partys, Workshops und vieles mehr. Damit unser Angebot für jedeN zugänglich ist, versuchen wir die Preise für Eintritte, aber auch unsere Getränke so niedrig wie möglich zu halten. Auch besteht bei uns kein Verzehrzwang. Ein weiterer Pfeiler unseres Konzepts ist das außerschulische Lernen durch gegenseitige Hilfe und ohne bevormundende und strafende Lehrer. Wir schmeißen den kompletten Laden von der Buchhaltung über Klo putzen und Schränke basteln bis hin zur Veranstaltungstechnik selbst und geben unser Wissen an die Neuen weiter. Dies funktioniert bei uns seit 44 Jahren!

Durch eine Gaststättenkonzession ist dieses Konzept bedroht, eine eigenverantwortliche Arbeit wäre nicht mehr möglich. Die Konzession würde bedeuten, dass es einen Verantwortlichen geben müsste der für alles den Kopf hin hält, die Stadt uns mit Auflagen das Leben schwer machen könnte und uns die Konzession jederzeit entzogen werden könnte. Unter diesen Umständen wäre unsere Arbeit nicht möglich. Wir wollen keine Hauptverantwortlichen, die für die Anderen haften müssen. Wir würden in unserer Freiheit stark eingeschränkt und auch die Praxis, dass alle bei uns eigenverantworlich mitmachen können, wäre nicht mehr aufrecht zu erhalten. Als anerkannter Träger der Außerschulischen Jugendbildung ist es uns zudem untersagt ein Gewerbe anzumelden, wenn wir unseren Anspruch auf Förderung nicht verlieren wollen.

Die Stadt wirft uns vor den Jugendschutz nicht zu beachten. Deshalb müssten die Jugendlichen vor der „bösen Zelle“ geschützt werden und die Zelle mithilfe einer Konzession unter Kontrolle gebracht werden. Viele Jugendliche treffen sich bei der Zelle um sich mit selbst mitgebrachten Getränken zu betrinken. Die nächtliche Unruhe wird dann uns in die Schuhe geschoben. Dass die Stadtverwaltung mit einem nächtlichen Aufenthaltsverbot in einem Park einen Treffpunkt der Reutlinger Jugend zerstörte, interessiert sie nicht im geringsten. Die daraus resultierende Probleme schiebt sie immer wieder gerne anderen zu.

Wir lassen uns nicht für von der Stadt verursachte Probleme verantwortlich machen. Eine Konzession würde keine konkreten Probleme lösen, sondern wieder nur verschieben.

Gerne sind wir bereit vorhandene Missstände gemeinsam zu lösen, aber nur ohne eine drohenden Konzession im Nacken!

Das Amt für Öffentliche Ordnung, unter Leitung von Albert Keppler, auf dessen Mist das Ganze gewachsen ist, versucht mit der Gaststättenkonzession nicht nur die Zelle unter Kontrolle zu bringen, sondern es versucht ein wichtigen Teil der Reutlinger Jugendkultur zu vernichten. Alles was nicht in das schöne, geordnete Stadtbild passt, muss anscheinend passend gemacht werden. Wir aber passten noch nie und wir lassen uns auch nicht passend machen!!!

Wir fordern alle UnterstützerInnen und MitkämferInnen dazu auf, sich mit uns zu solidarisieren und dem Amt für Öffentliche Ordnung zu zeigen, dass wir viele sind und uns das nicht gefallen lassen!

Teile des Gemeinderats, mehrere Gruppen und Einzelpersonen sprachen sich schon für uns aus, doch noch scheint die Stadtverwaltung nicht einlenken zu wollen und beharrt auf ihrem Standpunkt.

Die Verfügung steht weiter im Raum.

Unsere Probleme mit der Reutlinger Stadtverwaltung sind kein Einzelerscheinungen, überall und immer wieder versuchen Städte, selbstverwaltete Zentren, Wagenburgen, Wohnprojekte etc. zu kontrollieren und zu schließen. Alles was nicht in das Bild eines wohlgeordneten und investorenfreundlichen Wirtschaftsstandorts passt und fernab des Mainstreams seine Meinung äußert, wird nicht gern gesehen. Die Angriffe haben immer wieder andere Gesichter und werden unterschiedlich heftig und unverschämt durchgeführt. Auch unser Problem ist kein Einzelfall. das selbstverwaltete Kulturzentrum Art-Canrobert in Rastatt zum Beispiel hat durch ähnliche Aktionen der Rastatter Verwaltung schon massiv Probleme bekommen, auch das Café Irrlicht in Schopfheim muss sich mit Auflagen herumschlagen. Aus anderen Bereichen wäre etwa der geräumte Wagenplatz Kommando Rhino aus Freiburg zu nennen.

Doch wir werden die fortschreitende Beschränkung unserer Freiräume nicht hinnehmen.

Wir geben ein lautes Statement ab, an alle Ämter und Regierungen : „Nicht mit Uns, wir lassen uns unsere Freiheiten nicht einschränken“.

Solidarität ist unsere Waffe gegen Bürokratie und Intrigen der Verwaltungsapparate!!!!

Deshalb werden wir laut und rufen zu einer großen Freiraumdemo in Reutlingen auf!!!

Wir wollen zeigen, wie wichtig Freiräume und selbstverwaltete Projekte für uns sind und wie viele dahinter stehen!!! Wir sind viele und wir lassen uns nicht klein kriegen!!!

Kommt alle am 26.5.2012 nach Reutlingen.

Infos: http://kulturschock-zelle.de/demo/

Protest gegen den rechtspopulistischen Kongress bei Stuttgart

Protest gegen den rechtspopulistischen Kongress bei Stuttgart

Protest gegen den rechtspopulistischen Kongress bei Stuttgart am 04.02.2012!
Mit einer Auflage von mehreren zehntausend Exemplaren kann der KOPP-Verlag, mit Sitz in Rottenburg, zu den großen deutschen Verlagen gezählt werden. Sein Repertoire reicht Thematisch von rechtspopulistischer Verschwörungstheorie bis hin zu Revisionismus, von antilinker Hetze bis zum Standort-Nationalismus.
Im KOPP-Sortiment lassen sich beispielsweise mehrere rassistische und rechtspopulistische Bücher von Udo Ulfkotte finden. Auch ein starker Antifeminismus spielt im Verlag eine Rolle, in den Büchern des wohl bekanntesten Gesichts dieser obskuren Szene, der Moderatorin des Kongresses am Samstag den 4. Februar, der Antifeministin und Ex-Tagesschau-Sprecherin Eva Herman, wird Frauen der Platz am Herd verordnet. Der Kopp-Verlag weist tiefe Verstrickungen zur extremen Rechten auf. Die KOPP-News werden z.b regelmäßig auf Neonazi-Onlineportalen Verlinkt und die KOPP-Bücher nicht selten in extrem rechten Blättern positiv rezitiert. Die einzelnen Autor_innen sind zum Teil auch in der politischen Rechten aktiv (z.B. als Referenten), der Kopp-Verlag wirbt in rechten Blättern oder Mitarbeiter_innen des Verlags sind gleichzeitig Mitglieder extrem rechter Organisationen. So ist beispielsweise ein Sprecher der Kopp-Video-Reihe Wahlkandidat der rechtspopulistischen Pro-Bewegung in Berlin gewesen oder der Filmemacher von exklusiven KOPP-Videos ist Mitglied in der extrem rechten Burschenschaft Danubia München.
Der Charakter des Verlages ist schwer einzuschätzen, da seine thematischen Schwerpunkte breit gefächert sind, was wohl auch die Gefahr birgt. KOPP findet viel Zuspruch in der Gesellschaft, es scheint gerade so als würden Menschen in Zeiten der Krise nach gerade solch kruden Erklärungen suchen, die ihnen der rechtsesotrische Verlag in seinen Büchern liefert. Der Verlag wächst stetig, das Geschäft mit Sensationismus, UFOs und Komplott-Theorien scheint zu boomen. Ebenso wie seine Bücher, ist auch der Kongress am 4. Februar ausgerichtet, den der Kopp-Verlag in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart organisiert.

Wir rufen alle Antirassist_innen, Antisexist_innen und Antifaschist_innen auf sich am 4. Februar ab 9 Uhr an der antifaschistischen Kundgebung am Veranstaltungstort vor dem Kongress- und Tagungszentrum Filderhalle, Bahnhofstraße 61 in Leinfelden-Echterdingen zu beteiligen. Wir lassen das Stelldichein der Hetzer nicht unwidersprochen über die Bühne gehen und werden deutlichen Protest äußern!

Wir fahren gemeinsam aus Tübingen mit dem Flughafensprinter.
Treffpunkt: 8:00uhr Bussteig L
Omnibusbahnhof Tübingen
Abfahrt: 8:13

*** HINTERGRUNDINFOS zum Kopp-Verlag ***
* Stuttgart: Rechtspopulistischer Kongress am 04.02.2012, http://linksunten.indymedia.org/de/node/52549
* Synchronsprecher des Kopp-Verlages ist Rechtspopulist, http://linksunten.indymedia.org/de/node/52860
* Das Jahr hört gut auf: Kopp-Online-TV eingestellt, http://linksunten.indymedia.org/de/node/52560
* kritische Broschüre zum Rottenburger Kopp-Verlag http://linksunten.indymedia.org/de/node/46674

Quelle: ART

block

Mordversuch in Trillfingen bei Haigerloch

Mordversuch in Trillfingen bei Haigerloch

In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar 2012 kam es 3.30 Uhr nach einer Fasnet-Showtanzveranstaltung in der Trillfinger Festhalle zu einer Massenschlägerei, die laut Presse „offenbar von rechtslastigen Jugendlichen angezettelt wurde“. Laut Polizei hatten sieben Nazi-Skinheads etwa 20 bis 30 jüngeren Festbesucher vor der Festhalle provoziert. Die Angreifer-Gruppe bestand laut Presse aus fünf Männern im Alter zwischen 17 und 34 Jahren und zwei Frauen im Alter von 20 und 26 Jahren. Vier von ihnen kommen aus dem Zollernalbkreis und einer aus einem Nachbarkreis.
Ein 22jähriger Angehöriger der Naziskin-Gruppe setzte sich in sein Auto, fuhr in Begleitung seiner 20jährigen Freundin auf eine Menschengruppe zu und verletzte dabei drei Menschen. Die Opfer erlitten Quetschungen, Risswunden und starke Prellungen, die ärztlich versorgt werden mussten. Insgesamt wurden bei dem Angriff durch die Nazi-Skins fünf Festbesucher aus Haigerloch im Alter zwischen 21 und 24 Jahren verletzt.
Laut Presse flüchtete der Täter nach seinem Angriff, kehrte aber kurze Zeit später zu Fuß an den Tatort und zu seinen Gesinnungsgenossen zurück, die noch immer in die von ihnen angezettelte Schlägerei verwickelt waren. Die eintreffende Polizei nahm aus der Angreifergruppe fünf Personen, vier junge Männer und eine Frau im Alter zwischen 17 und 21 Jahren, vorläufig fest. Der 22jährige Auto-Amokläufer konnte ermittelt werden und sitzt wegen versuchten Totschlags in Haft.

Die Kampagne „Alboffensive – Kein brauner Alb(t)raum!“ bewertet den Angriff eines Neonazis mit einem Auto als Mordversuch, da man mit einem über eine Tonne schweren Gefährt wie einem Auto einen oder mehrere Menschen tödlich verletzen kann. Die „Alboffensive“ ist erleichtert darüber dass die Angegriffenen diesen Mordversuch überlebt haben. Die Tat zeigt zum wiederholten Male das gefährliche Potenzial neonazistischer Gewalt.
Der Fall erinnert an einen ähnlichen Angriff am 1. Oktober 2011 im Landkreis Emmendingen, Damals attackierte am Rand der kleinen Gemeinde Riegel der lokale Nazi-Kader von der „Kameradschaft Südsturm Baden“ und NPD-Sympathisant Florian Stech einen 21jährigen Antifaschisten mit seinem Auto an und verletzte in schwer.
Wir werden als „Alboffensive“ trotz der offensichtlichen Gefahr weiter gegen die braunen Umtriebe im Zollernalbkreis angehen, aus dem immerhin vier der sieben Täter vom 7. Januar 2012 kommen.

Artikel auf taz.de

Artikel 1 auf swp.de

Artikel 2 auf swp.de

Quelle: http://ao.blogsport.de/

antifa

go2dresden

go2dresden

Wann: Freitag, 03.02.12
Wo: Zelle Reutlingen
Infoveranstaltung + Bustickets: 20:00 Uhr

Wie jedes Jahr versuchen auch 2012 wieder tausende (Neo-)Nazis unter dem Schutz der Polizei durch Dresden zu marschieren. Dabei versuchen sie die Nazis, die 1945 bei der Bombardierung Dresdens umgekommen sind, als Opfer darzustellen. Dieser Verfälschung der Geschichte gilt es entschlossen entgegen zu treten. Knüpfen wir an die erfolgreichen Blockaden der letzten 2 Jahre an und fahren erneut zahlreich nach Dresden. Keine Basis für Geschichtsverfälschung und rechte Umtriebe!

dd
dd